23 Tage Griechenland individuell (Festland und 3 Kykladeninseln), 03.06.-25.06.2008


Wir, mein Partner und ich, lieben es Länder über Rundtouren intensiv kennenzulernen. Dafür haben wir, abgesehen von einem früheren Urlaub auf Kreta, erstmals Griechenland ausgesucht. Die Aufgabenstellung war nicht einfach, will man die Vielschichtigkeit des Landes auch nur im Ansatz erfassen (schöne Strände, antike Tempel, mittelalterliche Burgen und Klöster, Gebirge uvm.).
Frau Lenart-Decker hat uns erstmal mit Prospekten von Griechenland Reiseanbietern (speziell Attika, DER etc.) versorgt. Schnell stand fest, dass uns die vorgefertigten Touren und Angebote nicht uneingeschränkt ansprachen, jedoch eine sehr gute Orientierung für die Zusammenstellung einer individuellen Route boten. Die Tour beginnt in Nordgriechenland (Thessaloniki) und endet im Süden auf Santorin. Aufgrund der Programmfülle und Vielfalt fiel schnell die Entscheidung, Peloponnes wegzulassen und für eine ganz separate Tour aufzuheben - wenn uns Hellas gefällt.


Also haben wir einen Reiseplan zusammengestellt und an Travel & Events zur Ausarbeitung der Tour mit Überprüfung der Hotelverfügbarkeit gegeben (landestypische Mittelklasse Hotels 3-4 Sterne, keine Hotelbunkeranlagen). Innerhalb 2 Tage kam die komplette Ausarbeitung mit Ersatzvorschlägen für bereits ausgebuchte Hotels, Mietwagen, Flüge, Fähr- und Hotelstransfers und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zurück. Auf Anhieb perfekt !


Kalimera - folgend nun der Versuch die Tour in wenigen Worten als Reisebericht wiederzugeben:


1. Tag: Flug Stuttgart – Thessaloniki 
zu angenehmer Reisezeit, Übernahme des Mietwagens und Fahrt zum ersten Hotel in Aghia Triada. Das Hotel Sun Beach liegt ausserhalb von Thessaloniki und das ist gut so – zum eingewöhnen ! ... denn erstmals Griechenland, Beschilderungen überwiegend in griechischer Schrift ... (einfacher zu fahren wäre es wohl mit einem Navigationssystem gegen Aufpreis – aufregender und interessanter ist es ohne ;-) )
Das Hotel liegt direkt am Meer und so konnten wir am Abend gleich erstmals richtig mit einem Strandspaziergang Urlaubsluft tanken.

2. Tag: Thessaloniki (Stadt) – Kalambaka, ca. 370 km
5 Std. Stadtrundgang durch Thessaloniki (Weisser Turm, Aristotelous-Platz, die sensationellen Märkte, hinauf zur römischen Agora, Agios Dimitrios, Rotonda, Galerius Bogen). Natürlich gäbe es auch hier mehr zu sehen – insbesondere der Altstadthügel-, aber wir wollten noch am selben Tag nach Kalambaka zu den Meteora Klöster fahren. Thessaloniki war schön und ausreichend, die vielen schmalen Einbahnstrassen eng und verstopft – wir fanden nicht heraus aus der Stadt zur Autobahn ! Über letztendlich nicht ganz offizielle Feldwege sind wir dann doch zur Autobahn gekommen und dann am Olymp vorbei nach 4,5 Std. im Amalia Hotel in Kalambaka angekommen. Im Abendrot hat sich bereits an den blanken Felsen abgezeichnet, was uns am nächsten Tag für eine Sensation erwarten wird.
Restaurant Tipp Kalambaka: Taverne Panellinio

3. Tag: Kalambaka (Meteora Klöster)
Von den 6 noch bewohnten und zugänglichen Klöstern hatte Varlaam Ruhetag und Agios Stefanos war aufgrund von Straßenbauarbeiten nicht per Auto erreichbar. So haben wir gleich das erste vom Ort erreichbare Agios Nikolaos, dann das kleinste Kloster Roussanou und zuletzt das älteste, schönste und grösste auf dem höchsten Plateau liegende Kloster Megalo Meteora besichtigt. Grundsätzlich ist auf die Kleiderordnung zu achten! Keine kurze Hosen und KEINE Hosen bei Damen – nur Röcke / Kleider.
Es war phantastisch, die Lage, die Aussichten auf die Felsen und die Klöster und ihre Geschichten.


4. Tag: Kalambaka – Portaria (Pilion), ca. 215 km
Über landwirtschaftlich genutzte Ebenen (Kornkammer) ging die landschaftlich schöne Fahrt hinüber zum Pilion. Durch Volos durch hinauf zum sehr schön gelegenen Bergdorf Portaria und zur sehr schönen Nachbarortschaft Makrinitsa. Ca. 1 Std. sind wir ein Stück weit die Pilion Rundfahrt gefahren (benötigte Zeit dafür wäre ca. 1 Tag) – die Landschaft ist wirklich schön, steile Hänge mit gelb blühendem Ginster hinab zu kleinen Buchten. Dann sind wir umgekehrt und haben uns Makrinitsa angesehen – zauberhaft (autofrei) mit herrlichem Ausblick ! In Portaria haben wir in einem Traditional Pilion Haus „Triantafillies“ übernachtet. Sehr schön ! Von hier aus haben wir über Attika Reisen völlig problemlos die Stadtrundfahrt für Athen vorausgebucht.

5. Tag: Portaria – Delphi, ca. 200 km, Amalia Hotel
Die Strecke zieht sich, da es über Passstrassen (Parnass Gebirge) Richtung Delphi geht, so dass wir aufgrund der Zeit direkt zum Athene Heiligtum gefahren sind. Zuerst sind wir durch das sehenswerte Archäologische Museum gegangen, dann zu den oberen und unteren Ausgrabungen.
Restaurant Tipp: Epikouros (mit Blick zum Mündungsdelta)


6. Tag: Delphi – Athen – Anavissos (Richtung Kap Sounion), ca. 200 km, Hotel Plaza Resort
Am Wochenende ist es in und um Athen herum zwar leer auf den Strassen, aber die Athener fahren da gern raus – ans Kap Sounion ! Somit war das Hotel, der Strand alles ziemlich voll / belebt. Dennoch sind wir gleich am ersten Abend weiter zum Sonnenuntergang zum Poseidon Tempel ans Kap gefahren. Imposant und stimmungsvoll !

7. Tag: Athen (Stadtrundfahrt)
Mit dem Linienbus sind wir frühmorgens nach Athen zum Sintagma Platz gefahren. Von dort ging es los zur ½ Tages Stadtrundfahrt mit Zeus Tempel (s. Photo mit Blick zur Akropolis), Hadriansbogen, das alte Olympia Stadion, Dionisos Theater, hinauf zur Akropolis. Von dort aus sind wir dann wieder eigenständig über die Agora, hinunter durch die Gassen des Altstadtviertels Plaka zum Archäologischen Nationalmuseum und anschliessend vorbei an Kunstmuseum, Schliemann Haus wieder zum Sintagma Platz, von wo aus wir völlig platt am Abend wieder mit dem Bus zurück nach Anavissos gefahren sind.


8. Tag: Athen – Flughafen – Piräus – Paros (erste Kykladeninsel unserer Tour)
Die Rückgabe des Mietwagens haben wir am Flughafen vorgesehen. Von dort aus sind wir dann mit dem Linienbus zum Fährhafen nach Piräus gefahren (leider hatten wir keine Zeit den alten Hafen von Piräus anzuschauen). Von Piräus ging es dann in 5,5 Std. mit der Blue Star Fähre nach Paros - Parikia und Transfer ins Hotel „Svoronos“ in Naoussa (Ankunft Mitternacht).

9. bis 13. Tag Insel Paros
Das kleine Hotel „Svoronos“ ist eine sehr inseltypische Anlage etwas ausserhalb (15 Fussminuten) von dem wunderschönen kleinen, urigen Hafenstädtchen Naoussa (s. Photo).
Naoussa hat sehr schöne enge kleine typische Gässchen mit kleinen Geschäften, einen kleinen alten Hafen mit urigen Tavernen & sehr guten Fischrestaurants. Einen Tag sind wir auch mal mit dem Bus zum „Insel-Hauptort“ Parikia gefahren und von dort aus mit Bus und Fähre auf die Nachbarinsel Antiparos. An einem anderen Tag mal mit einem der typischen Fischerboote „Kaiki“ zu dem wunderschönen Strand nach Kolympithris übergesetzt. Da hatten wir das Gefühl wir sind schon 3 Wochen unterwegs – nach all dem was wir in 10 Tagen bereits gesehen haben .... Urlaub pur – keine Zeit für Gedanken an die Arbeit, Alltag oder Sorgen !

13. Tag bis 18. Tag: Paros (Naoussa – Parikia) – Naxos (zweite Kykladeninsel unserer Tour)
Wieder mit einer Blue Star Fähre ging es zur nächsten Kykladeninsel nach Naxos. Das relativ neue und „sehr deutsch“ geführte kleine Hotel „Proteas“ liegt hoch gelegen oberhalb von Agios Prokopis / Agios Anna, wo sich der breite saubere Sandstrand kilometerweise entlangzieht. Am Strand können 2 Liegen und Sonnenschirm für eine annehmbare Gebühr von 7 Euro geliehen werden. Auf Naxos haben wir über die Attika Reiseleitung vor Ort eine eintägige Inselrundfahrt und eine Wanderung gebucht. Die Inselrundfahrt (Naxos – Gestern & Heute) bietet sich gut an, die wenigen Highlights kompakt kennen zu lernen. Begonnen mit einem Rundgang durch das historische Kastroviertel in Naxos Stadt, mit dem Bus hinauf zur Tragea – Hochebene, zur ehemaligen Inselhauptstadt Chalki, nach Apiranthos, Spaziergang zu einem Kouros und zurück vorbei an den Marmorbrüchen nach Naxos.

18. Tag bis 23. Tag Insel Santorin
Mit einer Blue Star Fähre ging es von Naxos nach Santorin. Vorbei an der Steilwand der Caldera von Thira zum Hafen. Die Ortschaften (Ia, Fira etc.) sehen aus wie Schnee auf einem Berg. Ein unvergesslicher Anblick von der Fähre aus !
Auf Santorin haben wir nicht in einem Hotel an der Ostküste gemäß der Pauschalangebote gewohnt, sondern ein Hotel in Imerovigli direkt an die Steilküste gebaut gewählt. Im Hotel selbst sind es 186 Stufen von der untersten Ebene hinauf bis zum Ausgang an der kleinen Strasse (es gibt auch 2 kl. Aufzüge, die einige Stufen erleichtern). Das Hotel Andromeda bietet wirklich alles ! Der Blick von der Caldera auf das Meer zu den Kraterfelsen und hinüber nach Ia ist unbeschreiblich schön. Durch die Hotelanlage durch führt ein Wanderweg entweder in Richtung Ia oder vorbei an Firostefani zum Inselhauptort Fira / über den Eselspfad zum alten Hafen. Fira selbst in eine wunderschöne kleine Stadt, die regelmäßig morgens bis in die frühen Nachmittagstunden von den Touristen der anlandenden Kreuzfahrtschiffen überflutet wird. Danach wird es wieder besinnlich ruhig und schön in den engen Gassen – man kann wieder in Ruhe die Auslagen der Goldgeschäfte ansehen.
Die Insel ist insgesamt nicht sehr groß, so lässt sie sich durchaus mit einem Mietwagen einen Tag lang in alle Richtungen erkunden. Einen gesamten Überblick hat man vom Berg des Propheten, bei guter Sicht sogar bis auf benachbarte Inseln. An der Caldera entlang bietet sich egal von welchem Standort aus immer ein unvergesslicher Blick und immer die Frage ... liegt hier Atlantis ?
Ia sollte man an einem Abend zum Sonnenuntergang einplanen.
Restaurant Tipp in Ia – exklusiv: Restaurant Candouni (www.kandouni.com)



23. Tag: Direktflug Santorin – Stuttgart (2,5 Std., Ankunft 14:00 Uhr)

Ich hoffe, ich konnte hier einen Eindruck vermitteln.
Diese doch sehr individuelle Tour verlief absolut problemlos. Informationen, Unterlagen etc. hat die jeweils zuständige Attika Reiseleitung vor Ort hinterlegt. Wir wurden immer zeitgerecht abgeholt, die Fährtickets waren immer rechtzeitig da. Reiseleitung, Fahrer, Hotelpersonal und die Bevölkerung sind freundlich, ohne jede Beanstandung.


Wir würden den Urlaub wieder genauso machen (ausser dass wir anstelle von Naxos eher Mykonos wählen würden) und natürlich wieder über Travel & Events (Frau Lenart-Decker) buchen.
Für Rückfragen von Interessenten stehen wir gerne zur Verfügung. Kontakt über Frau Lenart.

Buch Tipp: Wer die Grenzen zwischen Mythologie, Geschichte und Tatsachen ausloten möchte ...
„Who’s who in der antiken Mythologie“ von Gerhard Fink, dtv


Peloponnes wir kommen und im Anschluss unbedingt nocheinmal Santorin !


Von dieser Stelle aus – Kalinichta !

Wikipedia